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Praktikum in Anwaltskanzlei

Wir arbeiten eng mit Unternehmen zusammen und vermitteln ständig Praktika und Probearbeiten. Einen Flüchtling mit abgeschlossenem Jura-Studium eher selten, daher freuen wir uns sehr, dass auch dies geklappt hat. Adel konnte als Jurist mit einem Abschluss der Universität Damaskus nun in einer deutschen Kanzlei ein Praktikum ableisten.  In der Kanzlei Herdegen und Kollegen bekam er die Möglichkeit seine Sprachkenntnisse zu verbessern und erhielt einen ersten Einblick in das deutsche Recht.

Deutsch für Mütter | Neunburg vorm Wald

Das Modellprojekt „Deutsch für Mütter“ ist vor allem für Mütter im ländlichen Raum (ohne oder mit schlechten Deutschkenntnissen) gedacht. Es ist bekannt, dass vor allem Mütter auch nach Jahren in Deutschland noch schlecht Deutsch sprechen. 2015/2016 sind viele Flüchtlingsfamilien auch zu uns in den Landkreis gekommen. Wegen der Kinderbetreuung können die Mütter nicht an Integrationskursen teilnehmen. Die Monate und Jahre vergehen. Die Väter lernen Deutsch, die Kinder noch viel schneller – aber die Mütter haben keinerlei Sprachförderung.

Dank „Integration SAD“ konnte nun ein Modellprojekt starten: ein Deutschkurs speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Mütter. Dauer, Tageszeit, Teilnehmerzahl, Kinderbetreuung, Erreichbarkeit usw. Es ist ein gut durchdachtes Konzept, das die Machbarkeit für andere Städte/Gemeinden zum Ziel hat. Lehrer, Kinderbetreuung, Räume, Verkehrsanbindung, Bildung, Soziales, Erziehung, usw – alles greift ineinander. Mütter sind der Mittelpunkt der Familie – es ist wichtig, dass sie bei schulischen Themen, Arztbesuchen, Ausbildung, usw. mitreden können.

 

          

Der Kurs begann im Juni 2017 und endet kurz vor Weihnachten. Es nehmen 11-15 Mütter mit insgesamt ca. 30 Kindern teil. (der Kurs ist vormittags, da die meisten Kinder in der Schule sind) Abschiebungen, Wegzug und Zuzug lässt die Zahl etwas variieren. Aber viele Mütter sind anerkannt und leben mit ihren Familien bereits in eigenen Wohnungen.

Die Frauen lernen sehr fleißig, sind dankbar für diese Möglichkeit, genießen den regelmäßigen sozialen Kontakt, sprechen immer besser Deutsch und werden von mal zu mal selbstbewußter und selbständiger.

Ein rundum gelungenes Konzept … es laufen die Planungen für weitere Städte im Landkreis!

Wer einen Kurs dieser Art im Landkreis Schwandorf organisieren möchte, kann sich gerne melden bei Elke Reinhart:

elke@integration-schwandorf.de

 

https://www.onetz.de/neunburg-vorm-wald/vermischtes/neunburg-nimmt-mit-deutschkurs-fuer-muetter-eine-vorreiter-rolle-ein-damit-mama-mitreden-kann-d1768673.html

Benefizabend für die Flüchtlingsarbeit im Landkreis Schwandorf

Das Projekt „Schwandorfer interkulturelles Ausbildungsprogramm“ hat bundesweiten Vorbildcharakter und ist sehr gut angelaufen. Jungen schutzsuchenden Flüchtlingen wird hier die Chance gegeben eine Ausbildung zur Metallfachkraft zu erlernen und parallel gute Deutschkenntnisse zu erwerben. Es wird sich aber auch um ihre Unterbringung und die gesellschaftliche Integration und Vieles mehr gekümmert. Dieses Projekt soll weiter voran getrieben und zu einem Projekt mit langfristigem Erfolg werden. Dazu wird eine neue Stelle von den drei Schwandorfer Serviceclubs Rotary, Lions und Round Table geschaffen, deren Finanzierung eine Benefizgala unterstützen soll. Der Abend wird am Samstag den 26.11 ab 17:30 unter dem Motto „Flüchtlinge: Integration fördern und fordern“ im Horsch FITZentrum stattfinden. Auch weitere Unternehmer und Unternehmen aus der Region sollen motiviert werden, Flüchtlingen die Möglichkeit einer Ausbildung oder Anstellung zu ermöglichen.

Das Thema ist längst ein einem der Zentralen unserer Zeit  und Gesellschaft geworden. Dabei stehen Ängste im Raum – vor „Überfremdung“, vor „Islamisierung“, oder vielleicht auch ganz einfach die Sorge, dass wir von unserem Wohlstand etwas abgeben müssen. „Diese Ängste und Sorgen verstehen wir und wollen uns, wie viele Andere darum kümmern, vor allem junge Schutzsuchende, in Arbeit und Ausbildung zu bringen. Darüber hinaus wollen wir langfristig helfen, diese Menschen bei einer Rückkehr und Ansiedlung in ihrer Heimat zu unterstützen.“ So Michael Horsch als Präsident des Rotary Clubs. Die allermeisten Menschen, die ihre Heimat zurückgelassen haben, würden lieber heute als morgen zurückgehen und sich dort ihre Existenz aufbauen.

Natürlich ist die Aufgabe, die uns nun gestellt ist, eine gewaltige Herausforderung und beginnt erst mal mit Integration – diese gelingt ja nicht automatisch und von alleine, sondern braucht Entschlossenheit, bewusste Entscheidungen und dann auch konkrete Schritte. Wie gelingt es, junge Flüchtlinge in Schulen einzugliedern? Wie können wir es schaffen, dass Frauen Deutsch lernen und Anschluss an unsere Gesellschaft finden? Wir werden versuchen auf zahlreiche Fragen Antworten zu finden.

Global betrachtet – und da liefert Dr. Reinhard Erös in seinem Vortrag Fakten und Erfahrungswerte aus erster Hand – stellt sich  natürlich die Frage nach den großen Zusammenhängen: Warum müssen sich Menschen auf den Weg machen, ihre Heimat verlassen, alles zurücklassen, was sie sich aufgebaut haben? Einfache Antworten gibt es selten, die Verflechtungen sind nicht immer leicht zu durchschauen und wir müssen wohl auch zugeben, dass so manche Macht dieser Welt ihre eigenen Interessen auf dem Rücken anderer Länder und vor allem ihrer Einwohner verfolgte. „Fluchtursachen bekämpfen“ sagt sich leicht, aber mancher Konflikt hat eine jahre- oder gar jahrzehntelange Vorgeschichte. Selbstverständlich ist es auch eine enorm wichtige Aufgabe, sich dafür einzusetzen, dass Kriege beendet werden und in den Ländern Grundlagen geschaffen werden, damit die Menschen dort wieder leben können und Perspektive haben.

Es ist schier unglaublich, wie viele Menschen sich ehrenamtlich in Deutschland dafür einsetzen, dass diese große und wichtige Aufgabe der Integration gelingt. An vielen Stellen investieren Menschen Zeit und Resourcen und stellen sich zur Verfügung, um Flüchtlinge zu begleiten, zu unterrichten, Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen.

Bildung, Ausbildung und Beschäftigung sind zentrale Themen, wenn es um Integration geht. An dieser Stelle setzen die Schwandorfer Service-Clubs Rotarier, Lions und Round Table an. „Wir wollen etwas unternehmen“, so der Grundton, „und Integration fördern und fordern.“

Um Betriebe in der Region zu motivieren und dann auch dabei zu begleiten, Flüchtlinge auszubilden und einzustellen, werden die drei Clubs einen Berater einstellen. Der soll – zunächst für drei Jahre – Betriebe unterstützen, wenn es um ganz praktische Hürden geht. Er soll vernetzen, so dass Neueinsteiger von den Erfahrungen anderer Unternehmen profitieren können. Und er soll Kontakt halten zu den jugendlichen Flüchtlingen selbst, um nah dran zu sein und zu erkennen, was nötig ist, damit die Ausbildung Erfolg zeigt.

Wohl wissend, dass an vielen Orten Vieles geschieht, ist hier der Leitgedanke, selbst konkret in einem Bereich aktiv zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Um die Anstellung dieses Beraters zu finanzieren, fand am Samstag, den 26. November der Auftakt-Benefiz-Abend statt. Informativ und unterhaltsam präsentiert, erfuhren Interessenten dort  mehr über die Idee und die Hintergründe – und natürlich auch, wie sie diese Initiative ganz praktisch unterstützen können. Prominente Unterstützer wie Staatsministerin Emilia Müller, Landrat Thomas Ebeling sowie Unternehmer wie Thomas Hanauer (EMZ) oder Philipp Horsch (Horsch Maschinen) waren an diesem Abend dabei. Afghanistan-Kenner Dr. Reinhard Erös sowie Dalal Makari Pausch, die ihr Heimatland Syrien verlassen musste, berichteten anhand von persönlichen Erfahrungen. Natürlich sind die Gäste auch kulinarisch auf ihre Kosten gekommen und das Eberhard Geyer Trio sorgt für einen zauberhaften musikalischen Rahmen.

Hier ein paar Eindrücke des Abends:

Flüchtlinge integrieren durch Fördern und Fordern

Frieden stiften zwischen den Völkern – gibt es noch bessere Friedensstifter zwischen den Völkern, als Flüchtlinge, die wieder zurück in ihre Heimat gehen, die deutsche Sprache beherrschen, unsere Kultur kennen, deutsche Freunde haben und einen Beruf erlernt haben.

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Natürlich ist die Aufgabe, die uns nun gestellt ist, eine gewaltige Herausforderung und beginnt erst mal mit Integration – diese gelingt ja nicht automatisch und von alleine, sondern braucht Entschlossenheit, bewusste Entscheidungen und dann auch konkrete Schritte. An vielen Stellen investieren Menschen Zeit und Ressourcen und stellen sich zur Verfügung, um Flüchtlinge zu begleiten, zu unterrichten, Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen. Bildung, Ausbildung und Beschäftigung sind zentrale Themen, wenn es um Integration geht. An dieser Stelle setzen die Schwandorfer Service-Clubs an.

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